Verbundenheit mit dem Judentum als Bestandteil christlichen Selbstverständnisses
Über die Beziehung zum Judentum als konstitutiven Bestandteil des christlichen Selbstverständnisses spricht der Jesuit und Theologe Christian Rutishauser am Mittwoch, 11. Oktober um 19 Uhr im Erzbischöflichen Priesterseminar Collegium Borromaeum, Schoferstraße 1 in Freiburg. Die Veranstaltung wird auch online übertragen.
Offener Antijudaismus ist in der christlichen Theologie heute weitgehend überwunden. Implizite Formen oder ein „A-Semitismus“, bei dem jüdische Wurzeln des christlichen Glaubens ausgeblendet werden, sind nach Einschätzung Rutishausers jedoch weiterhin verbreitet. Er plädiert dafür, die Verbundenheit mit dem Judentum neu als wesentlichen Bestandteil des Christseins zu entdecken und sich zugleich der christlichen Schuldgeschichte zu stellen.
Christian Rutishauser leitet das Institut für Jüdisch-Christliche Forschung der Universität Luzern. Im März 2026 wurde er für seinen langjährigen Einsatz für die Verständigung zwischen Christen und Juden mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Die theologische und geistliche Überwindung antijüdischer Denkformen versteht er als eine „lebensnotwendige Verpflichtung“ der Kirche.
Die Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg veranstaltet den Abend in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Freiburg e. V. und der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung über die Website der Katholischen Akademie Freiburg: www.katholische-akademie-freiburg.de |