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| | | | | Buchtipp: Sophie Rosentreter "Komm her, wo soll ich hin?" | Alte und demenzkranke Menschen gehören in die Mitte unserer Gesellschaft – das fordert Sophie Rosentreter in ihrem Buch „Komm her, wo soll ich hin?“, das heute im Westend Verlag erscheint. Demenz darf nicht länger Tabuthema sein, vielmehr müssen wir akzeptieren, dass diese Krankheit ein normaler Teil des Alterns ist. Für ihre Arbeit mit Demenzkranken wurde Sophie Rosentreter bereits vielfach ausgezeichnet.
Sophie Rosentreter hat jahrelang ihre demenzkranke Großmutter gepflegt und noch zahllose glückliche Momente mit ihr erlebt. Sie hat aber auch gemerkt, dass diese Krankheit hierzulande immer noch ein Tabu ist – trotz 1,3 Millionen Demenzkranken. 2030 werden es wegen der steigenden Lebenserwartung wohl doppelt so viele sein. Dazu kommen zwei bis drei Millionen Menschen, die die schwere Last der Betreuung tragen und damit häufig überfordert sind. Sophie Rosentreter fordert dringend ein Umdenken. Statt Demenzkranke und pflegende Angehörige mit ihrem Leid allein zu lassen, müssen wir uns dieser Krankheit stellen: Die Angehörigen müssen unterstützt werden, die Erkrankten benötigen bestmögliche Pflege – denn auch für schwer Demenzkranke ist Lebensqualität möglich.
Die Autorin Sophie Rosentreter hat als Model und Moderatorin bei MTV gearbeitet, bis sie hinter die Kamera wechselt und als freischaffende Redakteurin Beiträge für Stern TV, Leute heute, Brisant, Explosiv oder das SAT1-Frühstücksfernsehen produziert. Als ihre Großmutter an Demenz erkrankt, pflegt sie sie bis zu ihrem Tod, gründet 2010 die Firma „Ilses weite Welt“ (www.ilsesweitewelt.de) und unterstützt demenzkranke Menschen sowie deren Angehörige und Betreuer.
Westend Verlag 2012, 250 Seiten, EUR 19.99 [D], 20.60 [A] / SFR 28.90
ISBN 978-3-86489-004-8 | | Mehr | | | |
| | | | | | Karlsruhe: Der Mai ist gekommen... | Veranstaltungen auf der Seebühne im Stadtgarten
Mit einem Konzert des Jugendorchesters der Stadt Karlsruhe wartet die Seebühne im Stadtgarten am Sonntag, 13. Mai, von 16 bis 18 Uhr auf. Am Montag, 14. Mai, heißt es dann "Der Mai ist gekommen...". Die zweistündige Auftaktveranstaltung der Bunten Nachmittage auf der Seebühne beginnt um 16 Uhr. Es erklingen Volkslieder und Schlager, außerdem gibt es ein Quiz. Am Donnerstag, 17. Mai, steht - ebenfalls von 16 bis 18 Uhr - ein Konzert der Durlacher-Harmonika-Vereinigung auf dem Programm. | | Mehr | | | |
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| | | | | | Buchtipp: Margaret Heckel "Die Midlife-Boomer" | Warum es nie spannender war, älter zu werden. Die besten Jahre kommen noch!
Nie zuvor hatten wir die Chance, so gesund und so lange zu leben wie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Und doch jagt den meisten Menschen der 50. Geburtstag einen gehörigen Schrecken ein. Tief sitzt die Vorstellung: Von nun an geht’s bergab. .. | | Mehr | | | |
| | | | | | Sport für Ältere in Freiburg | Seniorenbüro hat die Übersichten aktualisiert
Wartelisten für Schnupperkurse in verschiedenen Sportarten
Generation 60plus ist mit dem Angebot zufrieden
Auf ein reiches Bewegungs- und Sportangebot können ältere
Menschen in Freiburg zurückgreifen. Von der beliebtesten Sportart
im Lande, Turnen, über Wandern, Nordic Walking, Tanzen, Kegeln,
Radfahren, Karate, Selbstverteidigung, Schwimmen, Atemkurse,
Pilates, Power Plate bis hin zur Sturzprophylaxe und Präventionsund
Rehasport bei bestimmten Erkrankungen reicht das Freiburger
Angebot für Ältere. Das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt hat diese
Angebote in übersichtlichen Listen zusammengestellt und
aktualisiert. Sie sind im Seniorenbüro (Fehrenbachallee 12, Tel. 0761
/201-3032) täglich außer Mittwoch von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr
erhältlich und im Internet unter www.freiburg.de/senioren abzurufen.
Die Freiburger Generation 60plus zeigte sich bei der Bürgerumfrage
2010 mit dem Sportangebot am Ort rundum zufrieden. Nur 0,5
Prozent wünschten mehr Angebote. Jede/r dritte Freiburger/in über
60 treibt mindestens ein Mal pro Monat Sport in einem Bad oder
einer Sportstätte. Zählt man die statistisch nicht erfassten privaten
Sportinitiativen dazu, fällt die Bewegungsquote deutlich höher aus. In
seiner Reihe „Lebensfreude altert nicht“ bot das Seniorenbüro im
ersten Quartal 2012 Schnupperkurse in diversen Sport- und
Bewegungsarten an. Sie waren so beliebt, dass Wartelisten nötig
waren. Der Wunsch nach körperlicher und geistiger Fitness steht
also auch im Bewusstsein älterer Menschen ganz oben. Mit 63.339
Mitgliedschaften können die Freiburger Vereine 2011 auf einen
hohen Organisationsgrad der gesamten Bevölkerung blicken. | | Mehr | | | |
| | | | | | Viel Musik am Sonntag Kantate - Jahr der Kirchenmusik in Freiburg | Freiburg. Am kommenden Sonntag, 6. Mai, der den kirchlichen Namen „Kantate“ trägt feiert man in der Evangelischen Kirche in Freiburg einen Höhepunkt im laufenden Jahr der Kirchenmusik. In allen Pfarrgemeinden gibt es Musikgottesdienste dazu noch Konzerte für Kinder und Erwachsene. Insgesamt werden mehr als 250 Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker an den Gottesdiensten und Konzerten mitwirken.
Als Höhepunkt führt die Christuskantorei Freiburg am Sonntagnachmittag unter der Leitung von Bezirkskantorin Hae-Kyung Jung die Lutherische Messen, die J. S. Bach 1733 in Leipzig komponierte, auf. Der Name „Lutherische Messen“ knüpft zum einen an diese protestantische Tradition an, vorzugsweise Kyrie und Gloria zu vertonen
"Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes; sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich." So beschreibt Martin Luther die Bedeutung der Musik für Glaube und Gemüt. Der Gemeindegesang wurde von der "Wittenberger Nachtigall", wie Luther ob seiner vielen Lieddichtungen genannt wurde, als "singende Verkündigung" des Evangeliums und der neuen Lehre hoch geachtet.
Hier die Übersicht für den Kantate-Sonntag
Pfarrgemeinde-Ost:
Christuskirche (Wiehre), 11.00 Uhr: Wunschliedergottesdienst mit Pfarrerin Jäger-Fleming
17.00 Uhr: Lutherische Messen (A-Dur und g-Moll), 5. brandenburgisches Konzert von J. S. Bach
Gottfried von der Goltz, Violine, Karl Kaiser, Traverso, Johannes Lang, Cembalo und Vokalsolisten sowie das Kammerorchester und Christuskantorei (Ltg.: Hae-Kyung Jung): Abendkasse ab 16.00 Uhr
Pfarrgemeinde-Nord:
Ludwigskirche (Herdern), 10.00 Uhr: Kantatengottesdienst mit „Jauchzet Gott in allen Landen“ von J. S. Bach
Katharina Persicke, Sopran und Herdermer Consort (Ltg.: Carsten Klomp)
Thomaskirche (Zähringen), 16.00 Uhr: „Das Spiel von Noah“ von M. G. Schneider
Kinderchor der Pfarrgemeinde Nord und Instrumentalisten (Ltg.: Karolin Pöche)
Pfarrgemeinde-West:
Kreuzkirche (Stühlinger), 10.00 Uhr: Kantatengottesdienst mit „Te Deum“ von M.-A. Charpentier.
Vokalsolisten und die vier Chöre der Freiburger Westgemeinde mit einem BarockOrchester
(Ltg.: Anna-Victoria Baltrusch/Johannes Lang)
Pfarrgemeinde-Südwest:
Johanneskirche (Merzhausen), 10.00 Uhr: Musik im Gottesdienst mit Liebeslieder-Walzer op. 52 von Johannes Brahms
Sebastian Ruf und Konstantin Gabriel Dupelius
Johanneskantorei Merzhausen (Ltg.: Ruben Viertel) | | | | | |
| | | | | | Goldgrube Peru – Konfliktherd Rohstoffe | Vorträge und Diskussion über die Gefahren von Bergbau und Goldschürfen in Peru
in der Kath Akademie Freiburg am Montag, 14. Mai 2012, 19.00 Uhr
Pedro Barreto hat in den vergangenen Monaten Morddrohungen erhalten. Der Erzbischof von Huancayo in Peru hat sich öffentlich gegen die Wiederinbetriebnahme des Hüttenbetriebs in La Oroya ausgesprochen. Vor zwei Jahren war es wegen gravierender Umweltbelastungen stillgelegt worden mit der Auflage für das betreibende Unternehmen, Mindeststandards zum Schutz von Mensch und Natur einzuhalten. Bischof Barreto berichtet über die landesweit zunehmenden sozialen Konflikte und Auseinandersetzung zwischen den mit dem Bergbau verbundenen wirtschaftlichen Interessen und der Bevölkerung der betroffenen Regionen und über die Postitionierung der katholischen Kirche in Peru zu der ökologischen und sozialen Problematik.
Wir freuen uns, Erzbischof Barreto bei uns begrüßen zu dürfen. Mit ihm heißen wir César Ascorra willkommen, Biologe und Direktor von Caritas Madre de Dios, der über die Problematik des Goldschürfens berichten wird:
Seit den frühen Kolonialzeiten steht Gold sinnbildlich für die Zerstörung von Kultur und Natur in Lateinamerika. Bis heute. In Peru waschen illegale Bergbaubetriebe und Kleinschürfer Gold aus dem Boden des Amazonasgebietes - unter Einsatz hochgiftigen Quecksilbers. Das ist nicht nur für sie gefährlich, sondern auch für die sensible Natur der Amazonasregion und für die dort lebenden Menschen. Die Schürfer aber bilden nur den Anfang einer ganzen Kette von Ursachen und Verursachern dieser Gefahren und Zerstörungen. Händler verdienen an dem geschürften Gold, auch Banken und Börsen, Unternehmen und Staaten, bis es schließlich beim Anleger landet, der angesichts von Börsen- und Eurokrisen auf die stabilste aller Anlageformen setzt. Die Veranstaltung will zeigen, wie sich die aktuell steigende Nachfrage nach Gold auf Mensch und Natur auswirkt. Darüber und über Versuche, dem entgegenzusteuern, berichtet César Ascorra. | | Mehr | | | |
| Zentrales Kunstdepot / Foto: Markus Frietsch | | | | | Freiburg: Neue Schatzkammer für das kulturelle Erbe von Stadt und Region | Das Zentrale Kunstdepot in Hochdorf wurde heute in Betrieb genommen
Stadtbau investiert 6,3 Millionen Euro in Deutschlands erstes
Passivhaus-Depot / Städtische Museen, Stiftungsverwaltung
und Erzdiözese als künftige Nutzerinnen
Nach sechs Jahren Planung und 16 Monaten Bauzeit ist es soweit:
Das kulturelle Erbe der Stadt hat eine neue Bleibe. Auf einer Fläche
von über 5.000 Quadratmetern bietet das neue Zentrale Kunstdepot
künftig Platz für über 200.000 städtische Kunstwerke und
Sammlungsobjekte. Dazu kommen zahlreiche Kunst- und Kulturgüter
der Stiftungsverwaltung Freiburg und der Erzdiözese. Das Gebäude
im Gewerbegebiet Hochdorf stellt in seiner Bauweise und im
Energiestandard deutschlandweit eine richtungweisende Lösung für
Depoträume dar.
Ausgangssituation
Der Neubau war unvermeidlich, da die Sammlungsbestände der
Städtischen Museen Freiburg wegen schlechter Lagerbedingungen
stark gefährdet waren. Die bisherigen Depoträume waren zu klein
und auf viele zum Teil angemietete Einzelstandorte verteilt, es
mangelte an barrierefreien Zugängen, Transportmöglichkeiten und
adäquaten Ordnungssystemen. Besonders schwer wog, dass das
Raumklima nicht optimal war. Die Konsequenz: Farben verblichen,
Holz wurde brüchig, Metall oxidierte, so dass Schäden und
Werteverfall bis hin zu Totalverlusten von städtischen Kunst- und
Kulturgütern drohten. Aufgrund der schlechten Lagerbedingungen
mussten die Städtischen Museen bei den gelagerten Beständen
bislang einen Wertverlust von ein bis zwei Prozent pro Jahr
hinnehmen. Keine Bagatelle, immerhin werden die ausgestellten und
gelagerten Sammlungsbestände samt Leihgaben auf einen Wert von
rund 250 Millionen Euro geschätzt – von ihrer beachtlichen
historischen Bedeutung ganz abgesehen.
Planung
Um das kulturelle Erbe der Stadt und der Region für nachfolgende
Generationen zu bewahren, beauftragte der Gemeinderat Anfang
2006 eine Arbeitsgruppe mit der Planung eines Zentralen
Kunstdepots. Die Federführung übernahm das Kulturdezernat. Bald
stellte sich heraus, dass auch die Stiftungsverwaltung Freiburg und
die Erzdiözese vor der Herausforderung standen, ihre Bestände
sicher und adäquat zu lagern. Das Vorhaben wurde daher als
Kooperationsprojekt in Angriff genommen.
In einer Machbarkeitsstudie ließ die städtische Arbeitsgruppe
Varianten für Um- und Neubauten prüfen. Die Entscheidung fiel auf
die langfristig günstigste und energetisch optimale Lösung: einen
Neubau nach Passivhausstandard im Gewerbegebiet Hochdorf. Ein
außergewöhnliches Konzept, denn bisher gab es kein Kunstdepot in
Deutschland in dieser Bauweise.
Die Kosten wurden in der Machbarkeitsstudie bei einer Grundfläche
von 5.000 Quadratmetern auf 6,1 Millionen Euro geschätzt. Aufgrund
der schwierigen Finanzlage entschied die Stadt, das Kunstdepot
nicht in Eigenregie zu realisieren, sondern über ihre
Tochtergesellschaft, die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB). Stadt,
Stiftungsverwaltung und Erzdiözese wurden als künftige Nutzer aber
von Beginn an eng in die Planungen einbezogen, um den
größtmöglichen Nutzen bei kleinstmöglichen Kosten zu erreichen.
Nach zahlreichen Abstimmungsrunden einigten sich die Partner im
Mai 2009 auf eine festgeschriebene Kostengrenze von 6,4 Millionen
Euro bei einer Bruttogeschossfläche von 5.650 Quadratmetern. Auf
dieser Grundlage beauftragte die FSB dann das Freiburger
Architekturbüro Pfeifer.Kuhn mit der konkreten Planung des
Zentralen Kunstdepots. Als Vorbild diente das Depot im dänischen
Vejle, das ebenfalls in preisgünstiger Bauweise mit hohen
Energiestandards und zweckbetonter Architektur entstanden ist.
Bauphase
Ende 2009 gaben der Gemeinderat und der Aufsichtsrat der FSB
grünes Licht für den Bau, ein knappes Jahr später folgte in Hochdorf
der erste Spatenstich.
Das ambitionierte Vorhaben eines Depots in Passivhausbauweise
erforderte Mut, technisches Know-How und Kreativität. Die massive
Dämmschicht macht eine aufwändige, teure Vollklimatisierung
weitgehend überflüssig. Das zahlt sich ökologisch aus und senkt die
Betriebs- und Folgekosten. Den Energiebedarf des Gebäudes deckt
ein Blockheizkraftwerk, das in Regie des städtischen
Gebäudemanagements eingebaut wurde. Zusätzlich installierte die
Stadtbau auf dem Dach eine 250 kWp-Solaranlage – die bislang
größte im FSB-Bestand.
Parallel zur Bauphase erarbeitete die städtische Arbeitsgruppe ein
Handbuch für den späteren Depotbetrieb, mit Informationen rund um
Logistik, Abläufe und Sicherheitsbestimmungen. Nach nur 16
Monaten Bauzeit schloss das Ingenieurbüro Krebs und Kiefer nun im
April den Bau innerhalb des vereinbarten Zeit- und Kostenrahmens
ab. Die reinen Baukosten der FSB beliefen sich auf 6,3 Millionen
Euro, weitere 675.000 Euro fielen für die Photovoltaikanlage an und
930.000 Euro für die Einrichtung, die sich die FSB mit Städtischen
Museen und Stiftungsverwaltung teilte. Das Gebäudemanagement
investierte 65.000 Euro ins Blockheizkraftwerk.
Ergebnis
Das Ergebnis ist zugleich funktional und hochmodern: Ein lang
gestreckter, fast 100 Meter langer und 30 Meter breiter
zweigeschossiger Zweckbau, der ganz auf die Bedürfnisse der
Kunstschätze und der Ausstellungsmacher ausgerichtet ist. Die
Räume sind groß, hoch und praktisch geschnitten, die Türen breit
und die Anlieferzone geräumig und wettergeschützt. Die Wände
bestehen überwiegend aus Kalksandstein und einer 24 bis 30
Zentimeter dicken Wärmedämmung. Die Außenfassade mit einer
transparenten Polycarbonathülle gibt als Gestaltungselement den
Blick auf die Dämmung frei.
So schlicht das Gebäude selbst ist, so aufwändig ist das Innenleben.
Die Gebäudetechnik hält die Lufttemperatur weitgehend konstant,
über den Jahresverlauf schwankt sie nur zwischen mindestens 16
Grad im Winter und höchstens 22 Grad im Sommer. Ebenso wird die
Luftfeuchtigkeit reguliert (40 bis 55 Prozent). Da manche
Ausstellungsstücke durch alte Konservierungsmittel belastet sind,
sind Räume und Belüftung für schadstoffbelastete und unbelastete
Exponate getrennt. Eine aufwändige Sicherheitstechnik und ein
ausgeklügeltes Regalsystem sorgen für Schutz und eine perfekte
Logistik. Alle Exponate sind mit einem Barcode ausgestattet, so dass
die Museumsmacher das aktuelle Inventar per Scanner und
Datenbank immer im Blick haben.
Parallel zur Bauphase erarbeitete die städtische Arbeitsgruppe ein
Handbuch für den späteren Depotbetrieb, mit Informationen rund um
Logistik, Abläufe und Sicherheitsbestimmungen. Nach nur 16
Monaten Bauzeit schloss das Ingenieurbüro Krebs und Kiefer nun im
April den Bau innerhalb des vereinbarten Zeit- und Kostenrahmens
ab. Die reinen Baukosten der FSB beliefen sich auf 6,3 Millionen
Euro, weitere 675.000 Euro fielen für die Photovoltaikanlage an und
930.000 Euro für die Einrichtung, die sich die FSB mit Städtischen
Museen und Stiftungsverwaltung teilte. Das Gebäudemanagement
investierte 65.000 Euro ins Blockheizkraftwerk.
Ergebnis
Das Ergebnis ist zugleich funktional und hochmodern: Ein lang
gestreckter, fast 100 Meter langer und 30 Meter breiter
zweigeschossiger Zweckbau, der ganz auf die Bedürfnisse der
Kunstschätze und der Ausstellungsmacher ausgerichtet ist. Die
Räume sind groß, hoch und praktisch geschnitten, die Türen breit
und die Anlieferzone geräumig und wettergeschützt. Die Wände
bestehen überwiegend aus Kalksandstein und einer 24 bis 30
Zentimeter dicken Wärmedämmung. Die Außenfassade mit einer
transparenten Polycarbonathülle gibt als Gestaltungselement den
Blick auf die Dämmung frei.
So schlicht das Gebäude selbst ist, so aufwändig ist das Innenleben.
Die Gebäudetechnik hält die Lufttemperatur weitgehend konstant,
über den Jahresverlauf schwankt sie nur zwischen mindestens 16
Grad im Winter und höchstens 22 Grad im Sommer. Ebenso wird die
Luftfeuchtigkeit reguliert (40 bis 55 Prozent). Da manche
Ausstellungsstücke durch alte Konservierungsmittel belastet sind,
sind Räume und Belüftung für schadstoffbelastete und unbelastete
Exponate getrennt. Eine aufwändige Sicherheitstechnik und ein
ausgeklügeltes Regalsystem sorgen für Schutz und eine perfekte
Logistik. Alle Exponate sind mit einem Barcode ausgestattet, so dass
die Museumsmacher das aktuelle Inventar per Scanner und
Datenbank immer im Blick haben.
Resonanz
OB Dieter Salomon freut sich über den Bauabschluss: „Das Zentrale
Kunstdepot beendet die Zeit unzulänglicher Provisorien und sichert
dauerhaft den Werterhalt des städtischen Kunstbesitzes in einem
funktionalen und energetisch vorbildlichen Haus.“
Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach schließt sich dem Lob an:
„Das Depot ist der zentrale Baustein unseres erfolgreichen
Museumsentwicklungsplanes. Mit der Inbetriebnahme gehen wir
einen wichtigen Schritt hin zu einer attraktiven Museumslandschaft.“
Voller Freude zeigte sich auch die FSB, für die das Projekt eine
Premiere in ihrer fast 100-jährigen Geschichte war. Geschäftsführer
Ralf Klausmann hat sich dieser Herausforderung gerne gestellt:
„Diese besonderen Vorhaben fördern die Innovationskraft und
Flexibilität, was sich auch positiv auf unser Kerngeschäft, den
sozialen Wohnungsbau, auswirkt.“
Dass die FSB für einen termingerechten Abschluss sorgte, erleichtert
Tilmann von Stockhausen, Leitender Direktor der Städtischen
Museen: „Wenn das nicht so reibungslos funktioniert hätte, hätte die
Stadt weitere teure Zwischenlösungen für die Sammlungsbestände
finden müssen. Dieses Riesenproblem wurde zum Glück gelöst.“
Das Kunstdepot in Zahlen
Standort: Weißerlenstraße im Gewerbegebiet Hochdorf
Abmessung: 96,5 x 29,5 Meter, zwei Geschosse
Geschossfläche: 5.690 m²
Nutzfläche: 5.100 m², davon ca. 4000 m² Depotfläche
Erweiterungsfläche: 1.700 m²
Städt. Sammlung: rund 200.000 Objekte werden eingelagert
Baukosten FSB: 6,3 Mio. Euro (ohne Photovoltaikanlage)
Mietanteile: Stadt 77%, Stiftungsverwaltung 15,5%, Erzdiözese 7,5% | | | | | |
| | | | | | Freiburg: Europafest auf dem Kartoffelmarkt am 9. Mai | Freiburg feiert das „Europäische Jahr für aktives Altern und
Solidarität zwischen den Generationen“ mit Aktionen und Infoständen
Zum Europatag am Mittwoch, 9. Mai, veranstalten der Info-Point
Europa und die Stadtbibliothek mit Kooperationspartnern von 11 bis
17 Uhr das Europafest auf dem Kartoffelmarkt. Im Mittelpunkt steht
das „Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den
Generationen“, das die Arbeitsmöglichkeiten und -bedingungen für
die zunehmende Zahl älterer Menschen in Europa verbessern soll.
Um 11 Uhr eröffnet Bürgermeister Ulrich von Kirchbach das
Europafest unter dem Leitmotiv „Man ist nie zu alt, um seine
Erfahrungen weiterzugeben, gemeinsam anzupacken und das Leben
zu genießen“. Alle Kooperationspartner stellen ihre Projekte mit Info
Ständen und Aktionen vor. So bieten Freiburgs Begegnungsstätten
eine Vielfalt von Bildungs- und Beteiligungsmöglichkeiten für jüngere
und ältere Menschen. Bei einem Generationenquiz können
Besucherinnen und Besucher ihr Wissen testen. Die Oma-Kind
Kontaktbörse und die Interessen- und Hobbybörse stellen sich vor.
Im Mehrgenerationenhaus EBW Freiburg-Weingarten wird dieses
Miteinander vorgelebt: Jung und Alt sitzen – gesellschaftlich gesehen
– „in einem Boot“; nur mit Solidarität gerät es in gesellschaftlich
schwierigen Zeiten (viele Alte, wenige Junge) nicht ins Schlingern.
Dieses Bild greift eine Schlauchboot-Aktion auf. Dazu können
Besucher mit Begriffen bezeichnete Pakete so einladen, dass das
Boot (die Gesellschaft) im Gleichgewicht bleibt.
Das Centre Culturel Français informiert über seine Französisch
Kurse, insbesondere für Senioren. Die Volkshochschule präsentiert
Auszüge aus ihrem Seniorenprogramm, Mitmachangebote wie Tai
Chi und ein Quiz. Um 15 Uhr führen zwei Teilnehmende des
Englischkurses für Senioren das Stück „Dinner for one“ in
englischer Sprache auf. Die Pädagogische Hochschule stellt das
Seniorenstudium u. a mit „Radio Rostfrei“ vor, es gibt Interviews
von Gruppen des Lernradios der PH „88,4“. Das Seniorenbüro mit
Pflegestützpunkt stellt seine Beratung zu Fragen des Älterwerdens
(Begegnung, Ehrenamt, Wohnen, Hilfen zuhause usw.) vor.
Der Stadtseniorenrat präsentiert gemeinsam mit seinem Pendant aus
Mulhouse das zweisprachige Buchprojekt „Deutsch-französische
Jugenderinnerungen“. Das Freiburger Bündnis gegen Depression
klärt über das Krankheitsbild Depression und den Umgang damit auf.
Die EuroPeers stellen das Projekt „Let´s bridge“ vor: Jugendliche
für eine geeinte Welt wollen Brücken bauen zwischen Jung und Alt,
Arm und Reich…und so die Solidarität zwischen den Generationen
und das Bewusstsein für Europa stärken. Jede/r darf eine Aussage
zum Thema auf einen Backstein (aus Papier) schreiben und an die
Leine hängen. Die gesammelten Steine ergeben dann eine Brücke.
Das Steinbeis-Zentrum stellt das EU-Förderprogramm „Jugend in
Aktion“ und den Europäischen Freiwilligendienst vor. „Im Dorf alt
werden und vom Dorf betreut werden“ ist das Leitmotiv der
Pflegewohngruppe Adlergarten der Bürgergemeinschaft Eichstetten.
Die Katholischen Landfrauen informieren über Hilfsnetzwerke im
ländlichen Raum. Langfristig werden dadurch wohnortnahe
Arbeitsplätze für Frauen geschaffen, wie das Regierungspräsidium
vorstellt. An weiteren Ständen berichten die Kooperationspartner
Europa-Union (Kreisverband Freiburg), Junge Europäische
Föderalisten, Infobest Vogelgrun/Breisach und Palmrain, sowie das
Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz über ihre Arbeit.
Am Stand des Info-Point Europa soll ein Generationen-Wunschbaum
wachsen und Europa sinnlich erlebbar machen. Kinder und
Junggebliebene können hier kleine Europaboote basteln und auf
den Bächle davonziehen lassen. Weitere Informationen enthält das
Faltblatt, das in der Stadtbibliothek und den üblichen Stellen der
Innenstadt ausliegt, sowie unter www.freiburg.de/stadtbibliothek.
Der Info-Point Europa am Münsterplatz 17 (Tel. 0761/201-2290,
Fax 201-2299, ipe@stadt.freiburg.de, www.freiburg.de/ipe) ist die
bürgernahe Beratungsstelle der Europäischen Union in Südbaden. Er
informiert über europäische Themen, bietet kostenloses Infomaterial,
eine Präsenzbibliothek mit Fachpublikationen, Zugang zu
Datenbanken der EU im Internet und regelmäßige Veranstaltungen
zu Politik, Gesellschaft, Kultur und Alltag in Europa. | | Mehr | | | |
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