Um einen menschenwürdigen und bezahlbaren Wohnraum zu bieten
Für die Wiederherstellung des Foyers und die Anbindung des neuen Speisezimmers im Ledigenheim in München Schwanthalerhöhe-Laim stellt die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden einen Fördervertrag über 50.000 Euro zur Verfügung.
Das Ledigenheim ist gedacht für Männer in finanziell prekären Verhältnissen. 380 Zimmern stehen hierfür zur Miete zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es gewerbliche Mieteinheiten in der Sockelzone des Erdgeschosses, die die Finanzierung der günstigen Mieten ermöglichen.
Das von Theodor Fischer entworfene Ledigenheim in München ist ein herausragendes Beispiel des Neuen Bauens der 1920er Jahre. Fischer entwarf alles bis ins letzte Detail, von den Bewohnerzimmern in den Obergeschossen bis zu den Türgriffen. Der streng proportionierte Bau mit klaren, kubischen Formen aus hartgebranntem Backstein folgt dabei in modernen Formen der altbayerischen Ziegeltradition. Im Erdgeschoss gruppieren sich Gewerbeeinheiten und gemeinschaftliche Räume um zwei Innenhöfe.
Der Verein Ledigenheim München e.V. verfolgte mit dem Bau des Ledigenheims das Ziel, alleinstehenden Männern einen menschenwürdigen und bezahlbaren Wohnraum zu bieten. Jeder Bewohner erhielt ein eigenes Zimmer – ein Alleinstellungsmerkmal unter den Ledigenheimen seiner Zeit.
Heute leben rund 400 Männer aus 52 Nationen im Haus, das damit zu einer sozialen Durchmischung im Viertel beiträgt. Der Verein wird weiterhin privat und ehrenamtlich geführt.
Das Ledigenheim in München gehört nunmehr zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte. |