Gedenkveranstaltung für Joseph Wirth am Montag, 5. Januar, um 11 Uhr am Ehrengrab auf dem Hauptfriedhof Freiburg
Von ihm stammt der berühmte Satz, der aktueller ist denn je: „Darüber besteht kein Zweifel – der Feind steht rechts!“ Gesprochen hat ihn Joseph Wirth am 24. Juni 1922 im Reichstag, nach der Ermordung von Außenminister Walter Rathenau durch Rechtsextreme. 1879 in Freiburg geboren und aufgewachsen, war Wirth eine der prägenden Gestalten in der Frühphase der Weimarer Republik. Als Reichskanzler mühte sich der Zentrumspolitiker während seiner anderthalbjährigen Kanzlerschaft (10. Mai 1921 bis 14. November 1922) um Zusammenarbeit mit den Siegermächten des Ersten Weltkriegs und schloss 1922 den historischen Vertrag von Rapallo mit der Sowjetunion. Nachdem Hindenburg die Macht an die Nazis übertragen hatte und diese umgehend mit der Errichtung einer Diktatur begannen, emigrierte Joseph Wirth nach Frankreich, später in die Schweiz. Erst 1949 kehrte er in seine badische Heimat zurück, wo er in den ersten Tagen des Jahres 1955 an Herzversagen starb.
Nun jährt sich der Todestag von Joseph Wirth zum 70. Mal. Aus diesem Anlass findet am Montag, 5. Januar, um 11 Uhr an seinem Ehrengrab auf dem Hauptfriedhof eine öffentliche Gedenkveranstaltung der Stadt Freiburg mit der Joseph-Wirth-Stiftung statt. Für die Stadt Freiburg spricht der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, für die Wirth-Stiftung hält ihr Vorstandsmitglied Bernd Braun eine Rede. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Saxophonisten Mike Schweizer. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen. |