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Bronzeplakette für St. Maria Magdalena in Münnerstadt
Münnerstadt: St. Maria Magdalena Fenster (c) Schabe / DSD
 
Bronzeplakette für St. Maria Magdalena in Münnerstadt
Zur Erinnerung an die private Förderung

Zur Wiedereinweihung der St. Maria Magdalena-Kirche in Münnerstadt erreicht Pater Markus Reis auch eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hat im vergangenen Jahr dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale für die Restaurierung von Wandmalereien bzw. von Grisaille-Malerei um Fenster, Türen und Bögen in der Kirche 35.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Gotteshaus gehört bereits seit 2019 zu den über 590 Projekten, die die private DSD dank Spenden, Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Zum Objekt:
Der Bau der St. Maria Magdalena-Kirche begann um 1230, von dem spätromanischen Kirchenbau der Anfangsphase existiert heute noch das Westportal im Westturm. Mit dem Anwachsen der Machtstellung der Bürgerschaft begann in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts der Neubau des spätromanischen Kirchenbaues und des Chors. Das südliche Seitenschiff entstand um 1503, das einsturzgefährdete nördliche Schiff wurde hundert Jahre später neu erbaut. Nach der Reformation ließ der Fürstbischof im Zuge der Gegenreformation das Langhaus komplett umgestalten. Arkaden und Wände des Mittelschiffes wurden nach Tieferlegung des Fußbodens neu errichtet, bemalte Flachdecken eingezogen sowie an zahlreichen Stellen des Langhauses Grisaille-Malereien angebracht. Zwischen 1605 und 1612 erfolgte der vom Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn initiierte Umbau der Kirche. Erste Restaurierungen erfolgten dann im 19. Jahrhundert mit der Rückbesinnung auf die Kunst des Mittelalters.

Zu den bedeutendsten Ausstattungsstücken gehört der Riemenschneider-Altar von 1490/1492. Riemenschneider schuf die Figuren der Kirchenpatronin Maria Magdalena, des Frankenapostels Kilian und der hl. Elisabeth von Thüringen nur mit einem mit Farbpigmenten versehenen Leimüberzug. Das Retabel wurde von dem aus Nürnberg nach Münnerstadt entwichenen Veit Stoß 1504 koloriert. Zusätzlich schuf Veit Stoß vier Gemälde der Flügelaußenseiten. Es handelt sich bei den Bildern um die einzigen erhaltenen Gemälde von Veit Stoß.
 
Eintrag vom: 26.11.2025  




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